Bänz Friedli - «Ke Witz! Bänz Friedli gewinnt Zeit»


Freitag, 4. Mai 2018

20.00 Uhr

Aula SKZ Neuenegg

Erwachsene Fr. 20.00 / Kinder/Jugendliche Fr. 10.00

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Bänz Friedli, 1965 in Bern geboren, lebt als Hausmann, Autor und Kabarettist mit seiner Frau und den beiden Kindern in Zürich. 1983 bis 2005 hauptberufliche Arbeit für Presse, Radio und TV in den Bereichen Sport und Populärkultur, unter anderen für «Das Magazin», «Rolling Stone», «Süddeutsche Zeitung Magazin», «La Repubblica» und «Sportmagazin»; während zehn Jahren Redaktor beim Nachrichtenmagazin «Facts».
 
Seine «Pendlerregeln» in «20 Minuten» wurden Kult, von 2005 bis 2015 schrieb er im «Migros-Magazin» wöchentlich die Mutter aller Familienkolumnen, «Der Hausmann». Seit März 2015 erscheint seine Kolumne mit offenem Themenspektrum unter dem Titel «Bänz Friedli». Er ist zudem Kolumnist der BLS-«gazette», schreibt  für die «NZZ am Sonntag» und bestreitet regelmässig die Samstagssatire «Zytlupe» auf Radio SRF1.

Bühnenerfahrung sammelte er in den Jahren 2001 bis 2005 in der «Nacht der Kolumnisten» und in Sololesungen seiner «Pendlerregeln». Ab 2007 trug er seine «Hausmann»-Kolumnen öffentlich vor, wobei die Lesungen, gespickt mit Improvisation und «Zytlupe»-Texten, sich zunehmend zu satirischen Auftritten entwickelten. Daraus entstand das kabarettistische Programm «Sy no Frage?», das Friedli zwischen 2011 und 2014 rund 250-mal zeigte.

Auf Anregung des Theaterfestivals «Blickfelder» schuf er 2013 mit «Gömmer Starbucks?» erstmals ein thematisch ausgerichtetes Kabarettstück und landete damit im Juli 2014 gleich auf Rang 2 des Comedyratings der «SonntagsZeitung». 2015 erhielt er mit dem «Salzburger Stier» den bedeutendsten Kleinkunstpreis im deutschsprachigen Raum. Die Jury würdigt Friedli als «kritisch heimatverbunden, sympathisch philosophisch und stets verlässlich witzig».


Zum Programm «Ke Witz...»


Weil das Leben die besten, zuweilen auch die absurdesten Geschichten schreibt, schöpft Bänz Friedli aus dem Alltag. Mit Leichtigkeit und Rasanz spürt er dem Irrsinn der Jetztzeit nach, stellt er fest, dass wir vor lauter zeitsparender Hilfsmittel immer mehr Zeit verlieren, und fragt sich, weshalb manche Vereinfachungen so kompliziert sind, dass heute schon vor dem Zvieri den Fernseher in Gang setzen muss, wer abends die «Tagesschau» sehen will. «Bänz Friedli verbindet in seinem neuen Bühnenprogramm Sprachwitz mit  Melancholie», titelte der «Tages-Anzeiger» nach der Premiere im Zürcher Schauspielhaus «Pfauen».
Dort hatte der Preisträger des Salzburger Stiers sein «Ke  Witz! Bänz Friedli gewinnt Zeit» im Rahmen des Festivals «Blickfelder» vorgestellt. «Friedlis Texte sind Zeitdiagnosen, spielerisch leicht beschreibt er, wie wir trotz zeitsparenden Online-Hilmsmitteln   laufend Zeit verlieren», stellte die «Neue Zürcher Zeitung» fest. «Es ist ein frischer Witz, kohlensäurehaltig gewissermassen», notierte «Der  Bund» zu «Ke Witz!». «Seine besten Eigenschaften sind die exakte Beobachtung kleiner Details und das Musikgeör für Tonfälle.  Er assoziiert so vor sich hin, ganz unempört scheints. Er hat etwas Leichtes, Erfrischendes und nur beiläufig meuchlings Erschlagendes.» Und die Kritikerin der «Berner Zeitung» empfand das neue Programm als «ebenso charmant, witzig und lustvoll wie nachdenklich, philosophisch und provokant».
In hunderten Lesungen hat Friedli seine Bühnenpräsenz geschärft, ehe er 2013 am Festival «Blickfelder» als Comedian debütierte: mit dem Programm «Gömmer Starbucks?», das er in der Folge im ganzen Land rund 200 Mal vor vollen Rängen darbot. Die NZZ kürte ihn zur «Entdeckung des Arosa Humor Festivals 2013», und im Mai 2015 durfte Friedli den bedeutendsten Kabarettpreis im deutschsprachigen Raum entgegennehmen, den «Salzburger Stier». Als «kritisch heimatverbunden, sympathisch philosophisch und verlässlich witzig» würdigte ihn die Jury.
Sein erzählerisches Kabarett hat einen ureigenen Tonfall. Unverwechselbar! «Friedlis Kunst: ein Ineinanderfliessen von Beobachten und Parodieren. Er ist der Herr der Slangs im Land. Meister der Dialekte von Basel bis Bodenmann. Man muss ihn sehen und hören: Mimik, Gesten, Timing», beschrieb Thomas Widmerim «Tages-Anzeiger». Und  Altmeister Peter Bichsel bemerkte: «Ich staune immer wieder, wie selbstverständlich Bänz Friedli das tut: Er stellt sich hin und erzählt. Sein Erzählen ist geradlinig und ohne Schnörkel, seine Pointen sind nicht konstruiert, nicht er selbst macht sie, sondern seine Erzählung, seine Pointen sind nicht einfach witzig, sondern folgerichtig und deshalb nicht eitel.»
Als Beobachter des Alltäglichen kennt man ihn. Friedli schrieb während zehn Jahren die Mutter aller Familienkolumnen und ist nach wie vor Woche für Woche im «Migros-Magazin» zu lesen, er bestreitet regelmässig die Samstagssatire «Zytlupe» auf Radio SRF1, ist  der einstige Pendler aus «20 Minuten» und der bahnfahrende  Beobachter aus dem «BLS-Streifzug». Er schenkt den unscheinbaren  Begebenheiten Bedeutung, feiert den Alltag als grosses Abenteuer.
«Reines, pures  Vergnügen!», lobte Mundart-Doyen Christian Schmid auf  Radio SRF. «Politisches, Kulturelles, Gesellschaftliches -
Bänz Friedli bringt es auf den Punkt und imitiert die Jargons und Slangs mit einem Maul, das fast alles kann.»

 

Als Entertainer weiss Friedli auf Orte und Gegebenheiten einzugehen, jeder Abend ist ein Unikat. Eine Achterbahnfahrt, bald nachdenklich, bald zum Brüllen komisch, voller Überraschungen und mit der einzigen Konstante, dass YB ja doch nie Meister wird.